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Rosenmontagsstörfall in Höchst

Salzsäure ausgetreten – Sirenenalarm in mehreren Stadtteilen – Bevölkerung sollte in Gebäuden bleiben

Frankfurt – Ein Störfall hat am Montag in unmittelbarer Nachbarschaft des Industrieparks Höchst Erinnerungen an den „Rosenmontagsstörfall“ von 1993 wieder wach werden lassen. Damals war eine Wolke aus ortho-Nitroanisol aus dem Hoechst-Werk Griesheim als „gelber Regen“ über Schwanheim und Goldstein niedergegangen, diesmal war es ein Salzsäureaustritt im Norden des Höchster Fabrikgeländes, weshalb in Höchst, Unterliederbach und im westlichen Nied die Sirenen ausgelöst wurden.

In einem Betrieb der Nobian GmbH im Norden des Industrieparks Höchst war um 10.29Uhr Chlorwasserstoff ausgetreten, ein farbloses, stechend riechendes, giftiges und stark ätzendes Gas, das sich hervorragend in Wasser löst und dabei Salzsäure bildet. Der Stoffaustritt sei von der Werkfeuerwehr um 10.53Uhr gestoppt werden, teilte das Lagezentrum des Industriepark-Betreibers Infraserv gestern mit. Angesichts einer möglichen Gesundheitsgefährdung sei die Bevölkerung der betroffenen Stadtteile über die Sirenen gewarnt worden. 

Das Sirenen-Signal forderte die Bevölkerung dazu auf, ein Gebäude aufzusuchen, Kinder ins Haus zu rufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimageräte abzuschalten und das Radio einzuschalten. Auch innerhalb des Industrieparks Höchst wurde Sirenenalarm ausgelöst.

Chlorwasserstoff ist beim Einatmen giftig, verätzt in höheren Konzentrationen Haut und Schleimhäute und verursacht schwere Augenschäden. Bei den gemessenen Konzentrationen sei unter Anwendung der vom Umweltbundesamt empfohlenen Bewertungskriterien nicht mit Gesundheitsschäden zu rechnen, hieß es gestern Mittag aus dem Lagezentrum. Menschen seien nicht verletzt worden. Chlorwasserstoff sei jedoch „geruchsintensiv“ und deshalb auch bei einer niedrigen Konzentration wahrnehmbar.

Außer der Infraserv-Werkfeuerwehr war auch die Berufsfeuerwehr der Stadt Frankfurt im Einsatz. Das Gas ist von der Werkfeuerwehr mit deinem Wasserschleier „niedergeschlagen“ worden, wie es bei solchen Einsätzen heißt. Das „Niederschlagswasser“ sei in einem Auffangbehälter zurückgehalten worden. Die zuständigen Behörden sind informiert; die Unfallursache wird ermittelt.HV

Hessen erhöht Altersgrenze für Feuerwehrleute

Wiesbaden – Hessens ehrenamtliche Feuerwehrleute dürfen künftig länger aktiv sein. Ihre Altersgrenze steigt von 65 auf 67 Jahre. Diese Neuregelung im Brand- und Katastrophenschutzgesetz hat der Landtag in Wiesbaden beschlossen. Die Verschiebung der Altersgrenze ist freiwillig. „Wir gehen damit mit der Zeit, stärken die Einsatzabteilungen“, erklärte Innenminister Roman Poseck (CDU). Gut 2400 Freiwilligen Feuerwehren gibt es derzeit in Hessen. 

Zugleich verabschiedete der Landtag mit den Stimmen von CDU und SPD das Kommunale Flexibilisierungsgesetz, abgekürzt „KommFlex“. Dabei geht es um weniger Papier, schnellere Verfahren und kostengünstigere Lösungen für Gemeinden, Bürger und Unternehmen. Kommunen bekommen mehr Freiheiten. Unter anderem können sich Städten, Gemeinden und Kreise – auf Antrag – für bis zu vier Jahre von landesrechtlichen Standards befreien lassen. Landkreise und die zugehörigen Gemeinden dürfen künftig gemeinsame Verwaltungs- und Ordnungsbehörden bilden. LHE

Pfaffenwiese wegen Feuer voll gesperrt

Am Sonntag ist wegen eines Einsatzes in einer Werkstatt die Pfaffenwiese kurzzeitig voll gesperrt worden. © 5vision.newsZeilsheim – Ein Einsatz direkt beim Nachbarn ist für die Berufsfeuerwehr auch nicht alltäglich: Einsatzkräfte der Feuerwache 31 an der Pfaffenwiese mussten am Sonntag gegen 16.45Uhr zu einem Brand auf einem benachbarten Firmengelände ausrücken. Es brannte bei einem Universaldienstleister, der neben Bau-, Glas- und Fassadenreinigung, Gerüstbau und Gebäudemanagement auch Winterdienst anbietet. Es war vonseiten der Brandbekämpfer reichlich Personal unterwegs: Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Unterliederbach brachten den Brand zügig unter Kontrolle. Mehrere Trupps gingen dabei mit Atemschutzgeräten in das Gebäude vor. Auch ein Einsatzfahrzeug der Süwag-Netztochter Syna war an der Einsatzstelle. Der Mann, der das Feuer gemeldet hatte, erlitt eine leichte Rauchvergiftung; ansonsten wurde niemand verletzt. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Für die Dauer des Einsatzes musste die Pfaffenwiese voll gesperrt werden. Das Fachkommissariat der Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. HV

Im Ehrenamt haben sie langen Atem bewiesen

Rund 200 Bürger sind für mehr als 25 Jahre im Dienst der Allgemeinheit ausgezeichnet worden

Rund 200 Bürger sind in der Paulskirche mit Römerplaketten in Platin geehrt worden. Die Stufe ist neu: Dafür muss man mehr als 25 Jahre ehrenamtlich tätig sein. © Salome RoesslerFrankfurter Westen – Mehr als 200 ehrenamtlich Aktive sind am Montagabend in der Paulskirche mit der Römerplakette in Platin für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Im Namen der Stadt haben Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner und Oberbürgermeister Mike Josef die Auszeichnung überreicht – und zwar an Menschen, die sich in Ortsbeiräten, als Stadtbezirksvorsteherin oder Stadtbezirksvorsteher, als Sozialpflegerin oder auch im Katastrophenschutz engagieren. 

Die Römerplakette in Platin wurde zum ersten Mal verliehen. Damit werden Menschen geehrt, die sich mehr als 25 Jahre in besonderer Weise für Frankfurt engagieren. Bisher wurde die Auszeichnung schon in den Stufen Bronze nach mehr als 10-jähriger, in Silber nach mehr als 15-jähriger und in Gold nach mehr als 20-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit vergeben. Der Oberbürgermeister sagte: „Sie alle zeigen mit Ihrem Engagement: Ehrenamt ist nichts Nebensächliches. Es ist ein Fundament – ein Fundament für unsere Stadtgesellschaft, für Vertrauen und für Zusammenhalt.“

Auch zahlreiche Ehrenamtliche aus dem Frankfurter Westen wurden geehrt. Einen besonderen Platz nimmt dabei Albrecht Fribolin ein: Der Sindlinger ist seit 1. März 1980, also seit mehr als 45 Jahren, Mitglied der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 6. Kein Ortsbeiratsmitglied in Frankfurt ist länger ehrenamtlich in einem Stadtteilparlament aktiv. Zur Kommunalwahl im kommenden März tritt Fribolin nicht mehr an. 

Hier die restlichen Namen: Maria Berk (Sozialbezirksvorsteherin und Katastrophenschutzhelferin beim Roten Kreuz), Roswitha Bocklet (Sozialpflegerin), Dagmar Burggraf (Sozialpflegerin), Claudia Ilg (Kinderbeauftragte), Judith Hahn (Sozialpflegerin), Theodor Jost (Sozialpfleger), Tekin Karahasan (Katastrophenschutz/Rotes Kreuz), Michael Kutschke (Katastrophenschutz/ASB), Jürgen Lieske (Katastrophenschutz/Rotes Kreuz), Anita Ließmann (Sozialpflegerin), Gisela Lünzer (Sozialbezirksvorsteherin und Katastrophenschutz Rotes Kreuz), Hans-Günter Neidel (Sozialbezirksvorsteher), Christa Neuser (Sozialpflegerin), Gerhard Obermann (Katastrophenschutz/THW), Gerhard Ploog (Katastrophenschutz/THW), Birgit Puttendörfer (Ortsbeirätin und ehem. Stadtverordnete), Helen Rabe-Weber (Sportkommission), Gisela Remmert (Sozialpflegerin), Peter Schlimme (Sozialpfleger), Thomas Schlimme (ehem. Ortsbeirat und Stadtverordneter), Gerda Schneider (Sozialpflegerin), Hartmut Schulz (Katastrophenschutz/THW), Marion Weil-Döpel (ehem. Stadtverordnete und Kinderbeauftragte), Christine Werkmeister (Sozialpflegerin) und Helga Wildhort (Sozialpflegerin). 

Dazu kommen noch Jennifer Altersberger, Sven Bergner, Wolfgang Böhm, Olav Demuth, Andreas Faller, Mathias Geis, Annette Heise, Stefan Jüptner, Ralf Klabunde, Markus König, Christian Koschorreck, Michael Kreuzer,André Lamprecht, Andreas Lenz, Jürgen Lorz, Andreas Luszas, Thomas Schott, Thilo Schwebel, Thomas Schwind, Sven Sommerschuh, Markus Wagner und Jürgen Weller – allesamt Mitglieder von freiwilligen Feuerwehren aus den neun Stadtteilen des Ortsbezirks 6.HV

Badewanne sackt in Mietshaus durch

Feuerwehr sperrt das Gebäude und evakuiert die Bewohner

Höchst – Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren in der Nacht zum Donnerstag in der Königsteiner Straße zwischen Hospitalstraße und Gerlachstraße im Einsatz, weil in einer Mietwohnung eine Badewanne abgesackt war und deshalb in der Etage darunter großflächig der Putz von der Decke fiel. Verletzt wurde dabei niemand. Nach der Alarmierung um 23.40 Uhr waren die Einsatzkräfte von einem Einsturz der Decke ausgegangen, was sich aber bei der Erkundung am Einsatzort nicht bewahrheitete. Die Feuerwehr sperrte das Gebäude; die Hausbewohner wurden evakuiert und mussten die Nacht an anderer Stelle verbringen. Ein Baustatiker ist hinzugezogen worden, um zu entscheiden, ob das Haus weiter bewohnbar ist. Für Feuerwehr und Technisches Hilfswerk war der Einsatz noch in der Nacht abgeschlossen.HV