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Sie legen sich für ihr Zeltlager ins Zeug

Kinder und Jugendliche von der Mini- und der Jugendfeuerwehr Unterliederbach haben am Samstag gut 300 Christbäume im Westen des Stadtteils eingesammelt. © Maik ReußMitglieder der Mini- und Jugendfeuerwehr haben Christbäume eingesammelt

Unterliederbach – Im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Unterliederbach am Heimchenweg kochen in großen Edelstahltöpfen Bolognese und Tomatensoße. Es gibt Pasta für die fleißigen Mädchen und Jungen der Mini- und Jugendfeuerwehr, die in wenigen Minuten dort erwartet werden. Sie sind am Samstag bereits seit drei Stunden im Stadtteil unterwegs, um ausrangierte Weihnachtsbäume einzusammeln. Wer sichergehen wollte, dass sein Christbaum mitgenommen wird, konnte sich vorab telefonisch für diesen Service anmelden. Ein Muss war das aber nicht. Dass Mitglieder der Mini- und Jugendfeuerwehr an einem Tag im Januar Weihnachtsbäume einsammeln, hat bereits langjährige Tradition im Stadtteil.

Spenden für die Jugendarbeit

Nun steht die Mittagspause an, bevor die Gruppen noch einmal losziehen. Wer nicht auf den Service der FES Frankfurt warten möchte, die mit ihrem Sammel-Mobil in Unterliederbach erst am 27. Januar kommt, der freut sich über diese Möglichkeit, den nadelnden Baum schon früher loszuwerden. Der ein oder andere hat auch eine kleine Spende parat. „Das, was am Ende zusammenkommt, fließt in unsere Nachwuchsarbeit“, sagt Jugendwart Sebastian Lenz. In diesem Jahr steht ein ganz besonderes Jubiläum an: „Unsere Jugendfeuerwehr feiert 50-jähriges Bestehen.“ Und das soll an Pfingsten mit einem Zeltlager auf dem Grundstück der DPSG-Pfadfinder am Unterliederbacher Bahnhof gefeiert werden, zu dem auch Mitglieder anderer Frankfurter Jugendfeuerwehren eingeladen seien. „Das ersetzt unsere traditionelle Pfingstfahrt“, sagt Lenz.

Bei der Sammelaktion engagieren sich 25 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr im Alter von 10 bis 17 Jahren; außerdem helfen 12 Kinder der Mini-Feuerwehr zwischen 6 und 10 Jahren. Mitglieder der Einsatztruppe begleiten den Nachwuchs nicht nur beim Einsammeln, sondern bereiten auch das Mittagessen vor oder helfen am Ende der Aktion dabei, die eingesammelten Nadelbäume zu häckseln. Sie sollen als Bodenbelag für eine Pferdekoppel wiederverwertet werden. Das hat ebenfalls seit Jahren Tradition.

Das Sammelgebiet erstreckt sich traditionell auf fast alle Straßen und Gassen des Teils von Unterliederbach, der westlich der Königsteiner Straße liegt, also den alten Ortskern und umliegende Siedlungen bis hin zur Parkstadt. 

Landwirte helfen mit Traktoren

Die Kinder tragen die Bäume, die vor den Grundstücken liegen, zu Sammelpunkten an den jeweiligen Straßenecken, wo sie auf die Anhänger von Traktoren geladen werden. Seit vielen Jahren wird die Aktion von den Landwirten Gerhard Wagner und seiner Tochter Nicole unterstützt. Der dritte im Bunde ist in diesem Jahr Dominik Brandenburg, der auch einen Traktor fährt und selbst Mitglied der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Unterliederbach ist. 

Wehrführer Arthur Chamboncel schätzt, dass dieses Mal ein klein wenig mehr Bäume zusammenkommen als im Vorjahr: „In manchen Straßen haben wir mehr eingesammelt, und es gab auch im Vorfeld mehr telefonische Anmeldungen.“ Er geht von 300 bis 320 Bäumen aus.

Obwohl es kalt ist, sind die Mädchen und Jungen mit Engagement dabei. Alle sind für den Anlass richtig angezogen und tragen ihre Schutzkleidung. Eine von ihnen ist Emily (12), die sich seit ihrer Grundschulzeit engagiert – zunächst in der Mini- und jetzt in der Jugendfeuerwehr. „Ich bin über meine Trainerin von der Leichtathletik dazu gekommen“, erzählt die Schülerin. „Und mir macht es hier viel Spaß.“ALEXANDRA FLIETH 

Mini- und Jugendfeuerwehr

Die Mini-Feuerwehr trifft sich dienstags von 17 bis 18 Uhr, die Jugendfeuerwehr im Anschluss von 18 bis 20 Uhr im Gerätehaus am Heimchenweg 8a. Infos unter www.ff-unterliederbach.de

Weihnachtsbaumaktion 2026

Am 10. Januar 2026 fand die diesjährige Weihnachtsbaumaktion der Jugendfeuerwehr mit Unterstützung durch die Minifeuerwehr, der Einsatzsatzabteilung und einigen Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung statt. Hier einige Bilder der Aktion:

Im Ehrenamt haben sie langen Atem bewiesen

Rund 200 Bürger sind für mehr als 25 Jahre im Dienst der Allgemeinheit ausgezeichnet worden

Rund 200 Bürger sind in der Paulskirche mit Römerplaketten in Platin geehrt worden. Die Stufe ist neu: Dafür muss man mehr als 25 Jahre ehrenamtlich tätig sein. © Salome RoesslerFrankfurter Westen – Mehr als 200 ehrenamtlich Aktive sind am Montagabend in der Paulskirche mit der Römerplakette in Platin für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Im Namen der Stadt haben Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner und Oberbürgermeister Mike Josef die Auszeichnung überreicht – und zwar an Menschen, die sich in Ortsbeiräten, als Stadtbezirksvorsteherin oder Stadtbezirksvorsteher, als Sozialpflegerin oder auch im Katastrophenschutz engagieren. 

Die Römerplakette in Platin wurde zum ersten Mal verliehen. Damit werden Menschen geehrt, die sich mehr als 25 Jahre in besonderer Weise für Frankfurt engagieren. Bisher wurde die Auszeichnung schon in den Stufen Bronze nach mehr als 10-jähriger, in Silber nach mehr als 15-jähriger und in Gold nach mehr als 20-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit vergeben. Der Oberbürgermeister sagte: „Sie alle zeigen mit Ihrem Engagement: Ehrenamt ist nichts Nebensächliches. Es ist ein Fundament – ein Fundament für unsere Stadtgesellschaft, für Vertrauen und für Zusammenhalt.“

Auch zahlreiche Ehrenamtliche aus dem Frankfurter Westen wurden geehrt. Einen besonderen Platz nimmt dabei Albrecht Fribolin ein: Der Sindlinger ist seit 1. März 1980, also seit mehr als 45 Jahren, Mitglied der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 6. Kein Ortsbeiratsmitglied in Frankfurt ist länger ehrenamtlich in einem Stadtteilparlament aktiv. Zur Kommunalwahl im kommenden März tritt Fribolin nicht mehr an. 

Hier die restlichen Namen: Maria Berk (Sozialbezirksvorsteherin und Katastrophenschutzhelferin beim Roten Kreuz), Roswitha Bocklet (Sozialpflegerin), Dagmar Burggraf (Sozialpflegerin), Claudia Ilg (Kinderbeauftragte), Judith Hahn (Sozialpflegerin), Theodor Jost (Sozialpfleger), Tekin Karahasan (Katastrophenschutz/Rotes Kreuz), Michael Kutschke (Katastrophenschutz/ASB), Jürgen Lieske (Katastrophenschutz/Rotes Kreuz), Anita Ließmann (Sozialpflegerin), Gisela Lünzer (Sozialbezirksvorsteherin und Katastrophenschutz Rotes Kreuz), Hans-Günter Neidel (Sozialbezirksvorsteher), Christa Neuser (Sozialpflegerin), Gerhard Obermann (Katastrophenschutz/THW), Gerhard Ploog (Katastrophenschutz/THW), Birgit Puttendörfer (Ortsbeirätin und ehem. Stadtverordnete), Helen Rabe-Weber (Sportkommission), Gisela Remmert (Sozialpflegerin), Peter Schlimme (Sozialpfleger), Thomas Schlimme (ehem. Ortsbeirat und Stadtverordneter), Gerda Schneider (Sozialpflegerin), Hartmut Schulz (Katastrophenschutz/THW), Marion Weil-Döpel (ehem. Stadtverordnete und Kinderbeauftragte), Christine Werkmeister (Sozialpflegerin) und Helga Wildhort (Sozialpflegerin). 

Dazu kommen noch Jennifer Altersberger, Sven Bergner, Wolfgang Böhm, Olav Demuth, Andreas Faller, Mathias Geis, Annette Heise, Stefan Jüptner, Ralf Klabunde, Markus König, Christian Koschorreck, Michael Kreuzer,André Lamprecht, Andreas Lenz, Jürgen Lorz, Andreas Luszas, Thomas Schott, Thilo Schwebel, Thomas Schwind, Sven Sommerschuh, Markus Wagner und Jürgen Weller – allesamt Mitglieder von freiwilligen Feuerwehren aus den neun Stadtteilen des Ortsbezirks 6.HV

Badewanne sackt in Mietshaus durch

Feuerwehr sperrt das Gebäude und evakuiert die Bewohner

Höchst – Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren in der Nacht zum Donnerstag in der Königsteiner Straße zwischen Hospitalstraße und Gerlachstraße im Einsatz, weil in einer Mietwohnung eine Badewanne abgesackt war und deshalb in der Etage darunter großflächig der Putz von der Decke fiel. Verletzt wurde dabei niemand. Nach der Alarmierung um 23.40 Uhr waren die Einsatzkräfte von einem Einsturz der Decke ausgegangen, was sich aber bei der Erkundung am Einsatzort nicht bewahrheitete. Die Feuerwehr sperrte das Gebäude; die Hausbewohner wurden evakuiert und mussten die Nacht an anderer Stelle verbringen. Ein Baustatiker ist hinzugezogen worden, um zu entscheiden, ob das Haus weiter bewohnbar ist. Für Feuerwehr und Technisches Hilfswerk war der Einsatz noch in der Nacht abgeschlossen.HV

Die Blaulichtmeile begeistert alle

 Freiwillige Feuerwehr feiert 125-jähriges Bestehen mit attraktiven Vorführungen

Nadine Arnoldt von der Hundestaffel der Feuerwehr Bad Soden lässt Golden-Retriever Hündin Tali über eine Leiter balancieren – beobachtet von den Besuchern der Blaulichtmeile im Schatten der Bäume. © Fotos: Katharina SchwäbleUnterliederbach – Für den 125. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Unterliederbach leuchtete der ganze Stadtteil in Blau. Am Samstag war rund um den Heimchenweg eine der größten Blaulichtmeilen der Region aufgebaut. 30 Einsatzfahrzeuge aus dem Rettungsdienst, dem Katastrophenschutz und der Polizei standen zur Schau.

Schönes Wochenende für den Stadtteil

Das 125–jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Unterliederbach war eigentlich schon im Jahr 2022. Weil die Corona-Pandemie damals aber keine große Veranstaltung zuließ, musste das Fest verschoben werden. Dem Wehrführer Arthur Chamboncel war es wichtig, die Feierlichkeit nachzuholen: „Wir wollten nicht nur die Feuerwehr feiern, sondern auch ein schönes Wochenende für den Stadtteil organisieren“. 

Am Freitagabend lockte die Band „Pfund“ mit ihren Rock-Covern rund 500 Besucher in das Zelt der Freiwilligen Feuerwehr. Der zweite Festtag wurde mit einem Sicherheitsfrühstück eröffnet. Bei einem Kaffee konnten die Unterliederbacher mit Einsatzkräften der Polizei, des Deutschen Roten Kreuzes, des Präventionsrates und der Feuerwehr Themen besprechen, die ihnen am Herz lagen.

Chamboncel stand als Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Frage und Antwort: „Die meisten Bürger beschäftigt vor allem die Brandsicherheit im eigenen Zuhause. Sie stellen Fragen zu Feuermeldern oder Löschtrainings“.

Auf der Blaulichtmeile gab‘s dann Einblicke in die Praxis: Das Feuerwehrteam stellte unterschiedliche Brandszenarien nach – etwa, wie Flammen aus einem Monitor oder einer Mülltonne kommen. Groß und Klein konnten sich am Löschen probieren. Thomas Schwind, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, erklärt, wie es richtig geht: „Der Feuerlöscher muss von oben auf das Feuer gehalten werden. Dann sollte er stoßweise und mit der Windrichtung der Flamme bedient werden“.

Mit gleich zwei Einsatzfahrzeugen war die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vertreten. Ein Hochwasserrettungsboot und ein „Raft“, das in Flüssen mit starker Strömung gefahren wird, konnten die kleinen Besucher von innen anschauen. Die DLRG kommt im Großraum Frankfurt bei rund 250 Wasserrettungen im Jahr zum Einsatz. Um in Notsituationen schnell helfen zu können, sind die Boote mit Leitern, Scheinwerfern und einer Trage für Verletzte ausgestattet.

Auch das Deutsche Rote Kreuz bietet spannende Einsatzorte. Mitglied Bernd Remmert wirbt mit den Vorteilen des Ehrenamtes: „Wer die Sanitäter-Ausbildung gemacht hat, wird im Stadion oder bei Konzerten in der Jahrhunderthalle eingesetzt – der Eintritt ist dann frei“. Er selbst konnte dadurch die Spiele während der Fußball-EM im Stadion anschauen – und einem guten Zweck dient die ganze Sache nebenbei auch.

Infraserv-Feuerwehrmann Peter Becker zeigt den Unterliederbacher Brüdern Aaron und Franz Hertel das Einsatzfahrzeug.Hundestaffel zeigt Rettungsübungen

Für viel Begeisterung sorgten die felligen Protagonisten der Blaulichtmeile: Die Hundestaffel der Feuerwehr Bad Soden führten am Samstagmittag Rettungsübungen vor. Die elf Hunde und ihre Besitzer treffen sich zweimal die Woche zu einem gemeinsamen Training. Drei Jahre lang werden sie zur Suche auf Flächen und in Trümmern ausgebildet. 

Golden-Retriever Hündin Tali ist erst zwei Jahre alt und hat gerade zusammen mit ihrer Halterin Nadine Arnoldt den zweiten Rettungshund-Schein geschafft. Nun kann sie zum Beispiel bei Suchaktionen im Wald mithelfen. Wenn sie die dritte Rettungshund-Prüfung bestanden hat, darf sie auch bei internationalen Katastrophen, wie einem Erdbeben im Ausland, eingesetzt werden.

Für Rettungskräfte sind die Fellnasen eine echte Unterstützung: in knapp 30 Minuten kann die Hundestaffel eine Fläche von 50 Quadratkilometern absuchen. Wenn die Vierbeiner eine vermisste Person gefunden haben, machen sie mit lautem Bellen auf sich aufmerksam. Das erfordert vorher jahrelange Übung mit Leckerlis. Das Ende der Blaulichtmeile wurde um 19 Uhr mit Livemusik von „Roy Hammer und die Pralinées“ gefeiert. Und weil die Freiwillige Feuerwehr schließlich nur einmal 125 Jahre alt wird, brauchte es für den Jubiläums-Abschluss noch einen ökumenischen Gottesdienst und anschließenden Frühschoppen am Sonntagmittag.KATHARINA SCHWÄBLE